19.11.2016

ALLE JAHRE WIEDER...

... kommt "Die Weihnachtsmaus" von James Krüss



"Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.









 
Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

























Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.


 
















Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab‘ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.


..."


Wer kennt es nicht - dieses Phänomen, das sich alle Jahre wieder in der Weihnachtszeit einstellt? Da verschwinden plötzlich Weihnachtsplätzchen aus gut gehüteten Verstecken, Schoko-Weihnachtsmänner werden geklaut und Marzipankugeln vom Tannenbaum stibitzt. Ein klarer Fall: Hier ist die hungrige Weihnachtsmaus am Werk!
Doch kaum ist Weihnachten vorbei, kehrt wieder Ruhe ein... bis zum nächsten Jahr, zur Weihnachtszeit!















Für alle Freunde der Weihnachtsmaus kommt hier ein Bastelbogen:
(als pdf zum Runterladen)


Einfach das Pdf auf einen Bogen DinA4-Papier ausdrucken, auf Pappe aufkleben, ausschneiden und die Teile nach der Anleitung zusammen basteln. Und schon zappelt auch bei euch die Weihnachts-Hampel-Maus! Viel Spaß!

"DIE WEIHNACHTSMAUS"
James Krüss -  Annette Swoboda
Bilderbuch für Kinder von 4 bis 6 Jahren
32 Seiten 
Boje Verlag
ISBN: 978-3414822727


07.11.2016

DA IST ER: "HÖRBE MIT DEM GROSSEN HUT"



"Wieder einmal war ein Sommer dahingegangen, die Vogelbeeren hatten sich schon gerötet, die Ernte war eingebracht. Und die Hutzelmänner im Siebengiebelwald waren an diesen schönen, sonnigen Herbsttagen eifrig damit beschäftigt, Vorsorge für den Winter zu treffen... 

"Was für ein schöner Tag!", musste Hörbe denken. "Eigentlich viel zu schön, um Preiselbeermarmelade einzukochen..." Er hatte es kaum gedacht, da begann in der Ferne ein Vogel zu singen - so munter und leichten Sinnes, als wollte er Hörbe zurufen: "Recht hast du, Hutzelmann! Dies ist kein Tag für Preiselbeermarmelade - dies ist ein Tag zum Wandern!" "Und ob!", dachte Hörbe. "Die Preiselbeermarmelade kann auch bis morgen warten..."

Und so beschließt Hutzelmann Hörbe, das Marmeladeeinkochen sein zu lassen und stattdessen auf Wanderschaft zu gehen, denn er hat Lust auf ein bisschen Abwechslung und Abenteuer!
Ganz im Gegensatz zu seinen Hutzelmann-Kollegen, die finden, dass man Werktags nicht einfach tun kann, was man will und mag! Also zieht Hörbe alleine los, packt seinen Proviant ein und macht sich auf den Weg nach dahin und dorthin... 
Viele Gefahren muss er auf seiner Wanderung meistern, landet am Ende gar in den gefürchteten Worlitzer Wäldern, wo der Plampatsch haust . Wie gut, dass er den Zwottel, den Zottelschratz mit dem Zottelpelz als Freund gewinnt. Denn zu zweit kann man es auch mit dem gefährlichen Plampatsch aufnehmen.



Bestimmt erinnern sich manche noch an die Skizzen zum Zottelschratz...


 ... und so sieht er nun aus:

Die Arbeit am Cover:



Und wer möchte, kann hier jetzt ins fertige Buch reinschauen


OTFRIED PREUSSLER
... wurde am 20. Oktober 1923 in Nordböhmen geboren, wo seine Vorfahren seit dem 15. Jahrhundert als Glasmacher im Vorland des Iser- und Riesengebirges ansässig waren.
Sein erstes Buch, "Der kleine Wassermann", schrieb er 1956. Damals war er noch Lehrer an einer Volksschule in Oberbayern, und wenn seine Schüler wieder einmal besonders unruhig waren, dann erzählte er ihnen Geschichten, die er später aufschrieb und veröffentlichte. Otfried Preußlers Bücher wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt. Die Gesmatauflage seiner Bücher beträgt rund 50 Millionen Exemplare. Er starb am 18. Februar 2013.


"HÖRBE MIT DEM GROSSEN HUT"
Otfried Preußler -  Annette Swoboda
für Kinder von 6 bis 8 Jahren
112 Seiten 
Thienemann Verlag
ISBN 978-3522184243


 

13.10.2016

ALLES GUTE, FRAU NÖSTLINGER!

Christine Nöstlinger wird heute 80 Jahre alt! 
 Vor zehn Jahren, zu ihrem 70. Geburtstag, durfte ich "Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse" illustrieren. Eine wunderschön verrückte Geschichte!


So brav kann doch kein Kind sein! Mit Kindern hat Frau Bartolotti nicht viel am Hut. Darum fällt sie auch aus allen Wolken, als sie mit der Post einen Sohn geschickt bekommt: Konrad. Konrad wird wirklich in einer Konservenbüchse angeliefert! Er ist schrecklich ordentlich und nahezu perfekt und Frau Bartolotti sehr chaotisch. Deshalb müssen die beiden sich erst aneinander gewöhnen. Aber dann gewinnt die Frau Bartolotti ihn so lieb, dass sie ihn nie wieder hergeben will - auch wenn die unheimlichen Menschen aus der Konservenfabrik schon nach ihm suchen ... 

Christine Nöstlingers Welterfolg "Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse" wurde in 21 Sprachen übersetzt.


"KONRAD ODER DAS KIND AUS DER KONSERVENBÜCHSE"

von Christine Nöstlinger
mit Illustrationen von
Annette Swoboda 

für Kinder von 10-12 Jahren
160 Seiten, Hardcover
Oetinger Verlag
ISBN 978-3789143274

25.09.2016

"UNSERE KITA IST BUNT" DAS MULTIKULTI-SPIELEBUCH FÜR KINDER VON 3 BIS 8 JAHREN




Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkennen, aus Erfahrungen im Spiel miteinander und voneinander lernen – für pädagogische Fachkräfte war und ist interkulturelle Erziehung eine Selbstverständlichkeit, aber auch eine Herausforderung. 


Eine sorgfältig ausgewählte Zusammen- stellung von leicht umsetzbaren Ideen zum Thema Kulturelle Vielfalt: Lieder, Sprach-, Bewegungs- und Kennenlernspiele, aber auch Aktionen ohne Worte, Spiele aus aller Welt und Tipps für das Pädagogische Puppenspiel als »Eisbrecher« im Alltag.

"Unsere KITA ist bunt"
Das Multikulti-Spielebuch 
Susanne Steffe - Hartmut E. Höfele -  Annette Swoboda 
für Kinder von 3 bis 8 Jahren
96 Seiten 

02.04.2016

"HEUTE BIN ICH WILD UND BÖSE" PAPPBUCH NACH EINEM GEDICHT VON JUTTA RICHTER





 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Diese Geschichte erzählt von einem Tag, an dem alles blöd ist. Da will niemand lieb und nett sein!
Wie gut, dass irgendwann der Abend kommt und das Wild- und Bösesein schwer wird.
 
Das Alltagsthema "Wut im Bauch" wird hier poetisch und malerisch in Szene gesetzt.
 









"Heute bin ich wild und böse"
Pappbuch von Jutta Richter
und Annette Swoboda 
Bestellnummer: 61870
ab 24 Monate
14 Seiten
Format: 20 x 15,5 cm
Coppenrath Verlag

GESPRÄCH BEI "2 NACH 1" NORDWESTRADIO

Kurz vor Weihnachten gings mit der lieben Carola Schede nach Oldenburg zu Aufnahmen für ein Interview für Radio Bremen:
 
"Annette Swoboda lebt in Friesland und macht Bilder für Kinder. So schöne, dass sie für die größten Kinderbuch Verlage arbeitet und als eine der gefragtesten Kinder- und Bilderbuch-Illustratorinnen Deutschlands gilt. Sie hat zwei Kinder und lebt mit Mann und Hund und Katzen auf einem Hof, von dem aus sie arbeitet."

.... Das ganze Gespräch mit Carola Schede gibt's hier  zum anhören
  • Länge: 27:19 Minuten
  • Datum: Sonntag, 13. Dezember 2015
  • Sendereihe: 2 nach 1 | Nordwestradio

16.03.2016

KLEINER KÖNIG KALLE WIRSCH























Gerade in Neuauflage erschienen....
Tilde Michels Klassiker:
"Der Kleine König Kalle Wirsch"

In einem geheimnisvollen Reich
tief unter der Erde herrscht der
kleine König Kalle Wirsch über das Volk der Erdmännchen. Sein Erzfeind Zoppo Trump aber will ihn vom Thron stürzen.
Eines Tages wird Kalle Wirsch überfallen und an die Erdoberfläche verschleppt. Zum Glück trifft er Max und Jenny, die ihn im Kampf gegen seine Widersacher unterstützen. Doch kaum ist eine Gefahr überstanden, droht schon die nächste ...

Eine abenteuerliche Reise durch eine funkelnde unterirdische Welt!



"KLEINER KÖNIG KALLE WIRSCH"
von Tilde Michels
mit Bleistiftzeichnungen von
Annette Swoboda 

für Kinder von 5 - 7 Jahren. 
Verlag Kerle in Herder

07.01.2016

POSTKARTEN MIT MOTIVEN AUS MEINEN BÜCHERN

Von einigen meiner Bildmotive haben ich POSTKARTEN machen lassen.
Im Moment gibt es zwei Postkarten-Sets (je zwei gleiche Karten - fünf Motive - also 10 Postkarten) für 15 Euro pro Set zu kaufen,

ein Sommer-Paket:

 
und ein Winter-Paket:
 














Bei Interesse bitte eine Nachricht an:
post@annette-swoboda.de

21.12.2015

FÜR ALLE FREUNDE VON CARLOTTA UND LUIS

....gerade erschienen:




















«Luis & ich. Alle Geschichten» von Cornelia Franz

Manchmal ist es gar nicht so einfach, ein kleiner Bruder zu sein, findet Luis. Vor allem, wenn Carlotta zum Fußball gehen und in einer richtigen Mannschaft spielen darf! Aber eigentlich halten die beiden immer zusammen, auch wenn Carlotta sagt, dass man erst mit sechs ein echter Mensch ist. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Geld für den ins Wasser gefallenen Urlaub aufzutreiben. Oder wenn aus zwei Kaninchen plötzlich ganz viele werden. Oder wenn sie nach ihrem Umzug dem Weihnachtsmann unbedingt ihre neue Adresse bringen müssen. Denn zu zweit ist es auf jeden Fall besser – vor allem, wenn dann doch mal was schiefgeht ...

Alle «Luis & ich»-Bücher in einem Band

"LUIS & ICH. ALLE GESCHICHTEN"
Cornelia Franz  - Annette Swoboda
Rowohlt - Rotfuchs
Taschenbuch 512 Seiten
farbig illustriert
ab 6 Jahre
ISBN 978-3499217364

17.11.2015

Die "WEIHNACHTS-HAMPELMAUS" ZUM RUNTERLADEN !

Ein Bastelbogen für alle Freunde der Weihnachtsmaus:
(als pdf zum Runterladen)














Hier klicken zum ausdrucken:
https://drive.google.com/file/d/0B5fdM1L4_h7vMnp5YVdWaUxWVzA/view?usp=sharing

Die Maus bitte auf einem DinA4-Blatt ausdrucken. Dann braucht Ihr Pappe, Schere, Kleber, einen bunten Faden, zwei Klammern, eine Perle und ein bisschen Muße und schon zappelt sie auch bei Euch, meine Weihnachts-Hampelmaus! Viel Spaß!

03.10.2015

EINE WOCHE IM "HÜHNERSTALL" - Samstag

"Was macht eigentlich ............ mit Kinderbüchern?" ... fragt Stefanie Leo auf ihrer Facebook-Seite "Ich mach was mit Kinderbüchern". Die Frage stellt sie Autoren, Illustratoren, Verlegern, Lektoren und anderen, die im Bereich Kinderbuch tätig sind.
Ab Montag, den 14. September, berichte ich dort eine Woche lang von meiner Arbeit als Kinderbuchillustratorin.

Tag6
... und so wird er dann wohl mal aussehen, der Zwottel
Und schon ist sie wieder vorbei, meine Woche bei Steffi Leo.
Hat viel Spaß gemacht! Danke an alle für die lieben Kommentare!

20.09.2015

EINE WOCHE IM "HÜHNERSTALL" - Freitag

"Was macht eigentlich ............ mit Kinderbüchern?" ... fragt Stefanie Leo auf ihrer Facebook-Seite "Ich mach was mit Kinderbüchern". Die Frage stellt sie Autoren, Illustratoren, Verlegern, Lektoren und anderen, die im Bereich Kinderbuch tätig sind.
Ab Montag, den 14. September, berichte ich dort eine Woche lang von meiner Arbeit als Kinderbuchillustratorin.

Tag 5
Hörbe – Innenillus.... ganz wichtig: bevor ich an den Entwürfen für den Hörbe weiterarbeite, die richtige Musik auflegen. Ich höre eigentlich zu jedem Projekt immer eine bestimmte Musik. Jetzt beim Hörbe ist es Akkordeonmusik, z.B. Lydie Auvray.
Vielleicht sollte Hörbe ja auch ein Akkordeon besitzen. So ein ganz kleines das unter den Hut passt...
Zwottel.... der Zottelschratz... So beschreibt Otfried Peußler ihn: „...das fremde Wesen.... eher nahm es sich aus wie ein Hutzelmann – jedenfalls dem Gesicht und der Größe nach. Allerdings hatte es einen schwarzen Zottelpelz und hintendran einen langen Schwanz.....Ich bin nämlich der geborenen Spaßmacher, musst du wissen: Unsereins albert gern, unsereins kalbert gern, unsereins treibt am Liebsten Unsinn... Zwottel war ein geschickter Bursche...er streckte die Zunge raus und ...begann sich den Zottelpelz abzulecken, wie Katzen das tun...“

Bei der ersten Begegnung hockt er auf einem Stein. Ein Zottelwesen, aber wie genau soll er aussehen? Die Nase? Dick, dünn, lang, kurz? Große Augen? Und was für Ohren? Und welche Farbe hat das Fell? Tausend Möglichkeiten...
Der Körper gefällt mir schon ganz gut. Mit dem Gesicht bin ich noch nicht so zufrieden. Ich probiere verschiedene Nasen und Augen und Haare. Dann das Ganze erst mal an die Wand hängen und ein bisschen Abstand nehmen....


17.09.2015

EINE WOCHE IM "HÜHNERSTALL" - Donnerstag

"Was macht eigentlich ............ mit Kinderbüchern?" ... fragt Stefanie Leo auf ihrer Facebook-Seite "Ich mach was mit Kinderbüchern". Die Frage stellt sie Autoren, Illustratoren, Verlegern, Lektoren und anderen, die im Bereich Kinderbuch tätig sind.
Ab Montag, den 14. September, berichte ich dort eine Woche lang von meiner Arbeit als Kinderbuchillustratorin.

TAG 4


















Autoren ..... Wenn ich ein neues Manuskript bekomme, ist das immer eine aufregende Sache.
Ich mach es mir dann gemütlich, schnappe mir meinen Skizzenblock und fange an zu lesen. Das erste mal Lesen ist das wichtigste, finde ich. Da entstehen im Kopf die Bilder. Ich versuche immer, die allerersten Kopf-Bilder in Skizzen festzuhalten. Und gleich die Stellen im Text zu finden, die ein Bild brauchen können.
Manchmal machen die Autoren auch selber Skizzen zu ihrem Text. Die schau ich mir aber lieber erst beim zweiten mal Lesen an ;-)
Ja, also, "meine" Autoren.... Klingt ein bisschen besitzergreifend, weiß ich wohl. Aber so ist das – irgendwie.
Da gibt es die „Lebendigen“.
Das sind die, die man kennenlernen kann, wenn man möchte und wenn die möchten. Der Verlag möchte das übrigens gar nicht so unbedingt gerne, es kann nämlich auch in die Hose gehen und man findet sich -äh- unsympathisch, was dem Projekt nicht gerade zuträglich ist oder -noch schlimmer- man findet sich super sympathisch und klärt die wichtigen Dinge schon mal vorab, bevor man das Lektorat einschaltet :-)
Und dann gibt es die „Toten“.
Mit denen ist es auch spannend. Beim Illustrieren sitzen sie förmlich bei mir auf der Schulter und gucken zu, was ich so mache. Und manchmal haben wir 'ne Menge Spaß zusammen, so wie der James Krüss und ich zum Beispiel (James, ich hoffe, es ist o.K., wenn ich das hier so ausplaudere).
Manchmal klemmts auch. Ist schon vorgekommen.... Man kann sich mit toten Autoren manchmal nicht einig werden...




















Ja, die Autoren... egal ob ich sie nun persönlich kenne oder nicht, ich hab irgendwie mit ihnen zu tun über den Text, den ich da vor mir liegen habe und den ich rauf und runter lese. Und mir Gedanken mache, wie die Welt aussehen soll, die da zwischen den Zeilen steht.
Diese Welt ist bei jedem Buch eine andere. Und ich versuche, für jede eine ganz spezielle Umsetzung zu finden. Sehr zum Leidwesen der Verlage, die natürlich gerne vorher ganz genau wissen, was sie kriegen, wenn sie einen beauftragen.
Geht aber nicht, und daran sind selbstverständlich die Autoren schuld. :-) Diese Autoren, die alle unterschiedliche Menschen sind und unterschiedliche Welten erfinden ....

16.09.2015

EINE WOCHE IM "HÜHNERSTALL" - Mittwoch

"Was macht eigentlich ............ mit Kinderbüchern?" ... fragt Stefanie Leo auf ihrer Facebook-Seite "Ich mach was mit Kinderbüchern". Die Frage stellt sie Autoren, Illustratoren, Verlegern, Lektoren und anderen, die im Bereich Kinderbuch tätig sind.
Ab Montag, den 14. September, berichte ich dort eine Woche lang von meiner Arbeit als Kinderbuchillustratorin.

TAG 3
FARBE ... Ich male am Liebsten mit Temperafarben, seit einigen Jahren ausschließlich damit. Davor habe ich oft aquarelliert, aber diese Technik liegt mir weniger. Dabei sollte nämlich jeder Pinselstrich sitzen, es gibt kaum Möglichkeiten, etwas zu korrigieren. Die Temperafarbe lässt sich sowohl dünn und in mehreren Schichten als auch pastos vermalen.
Auf dem Hörbe-Cover sollen Grüntöne vorherrschen. Ich trage aber immer alle Farben auf meine Palette auf, denn ich verwende kau...m reine Farben. Ich mische alle Farben an.
Mein Palette ist übrigens ein Teller, den ich mal in Oldenburg erstanden habe und der sich wunderbar eignet für meine Farben, da er leicht gebogen ist und nichts an den Seiten runterkleckert. Ich hüte diesen Teller wie meinen Augapfel. Sollte er nämlich zu Bruch gehen, muss ich wohl umschulen (oder wieder aquarellieren.... oje....)




















ZEICHNUNG ÜBERTRAGEN ... ich hab versprochen, zu erzählen, wie man die Zeichnungen nach dem Ausdrucken ganz gut auf das Reinzeichnungspapier kriegt. Ohne Kohlepapier oder Episkop.

Hier eine kleine Bildfolge zur Erklärung:


1. Man braucht die ausgedruckte Zeichnung auf dünnem Papier, ein Blatt Reinzeichnungskarton und einen Graphitstift

 
 2. Die Rückseite der ausgedruckten Zeichnung wird mit dem Graphitstift eingefärbt


 3. Jetzt dreht man das Blatt um, legt es auf den Reinzeichnungskarton und zeichnet die Linien der Zeichnung nach


 4. Der Graphit hat sich durchgedrückt und die Zeichnung auf den Reinzeichnungskarton übertragen


5. Jetzt kann man die Zeichnung noch bearbeiten (die Striche lassen sich wie Bleistiftstriche wegradieren) oder kolorieren.


 6. Fertig :-)

achja....
So sieht meine Palette übrigens abends aus:


 

15.09.2015

EINE WOCHE IM "HÜHNERSTALL" - Dienstag

"Was macht eigentlich ............ mit Kinderbüchern?" ... fragt Stefanie Leo auf ihrer Facebook-Seite "Ich mach was mit Kinderbüchern". Die Frage stellt sie Autoren, Illustratoren, Verlegern, Lektoren und anderen, die im Bereich Kinderbuch tätig sind.
Ab Montag, den 14. September, berichte ich dort eine Woche lang von meiner Arbeit als Kinderbuchillustratorin.

TAG 2
Und weiter geht's...
Heute ist mal wieder die Arbeit am Cover dran. Das Cover ist natürlich immer besonders wichtig. Und muss leider immer als allererstes fertig werden. Der Verlag braucht es für die Programmvorschau und für die Vertreter. Außerdem wollen beim Coverentwurf immer aaaaalle mitreden. Diesmal: große Herausforderung beim Coverentwurf - Hörbes Nase. Die Nase!
„...Vielleicht muss die Nase noch etwas kürzer werden...“
- kürzer ... kein Problem ...
"... etwas weniger hutzelig..."
- o.K ....
„...seine Nase ist etwas „kartoffelig"..."
- weniger kartoffelig.... alles klar...
dann endlich:
„....für sehr schön befunden..." - uff!




 
Das Cover in Farbe... diesmal: Grüntöne („...bitte nicht zu abgetönt, damit alles schön freundlich-frisch-bunt wird ...„)
Da sitzt er, der Hörbe, mit seinem großen Hut. Noch nicht frisch und bunt sondern blass und unfertig aber hoffentlich freundlich. Um ihn herum ein paar Hüte und im Hintergrund einer seiner Flechtzäune. Er ist nämlich Hutmacher UND Korbflechter, der Hutzelmann Hörbe!
 
 
Als erstes habe ich auf dem ganzen Blatt eine grüne Farbschicht aufgetragen, in der Mitte etwas heller, unten den Boden angedeutet. Dann wird der Entwurf übertragen und die Arbeit am Motiv kann beginnen.







14.09.2015

EINE WOCHE IM "HÜHNERSTALL" - Montag

"Was macht eigentlich ............ mit Kinderbüchern?" ... fragt Stefanie Leo auf ihrer Facebook-Seite "Ich mach was mit Kinderbüchern". Die Frage stellt sie Autoren, Illustratoren, Verlegern, Lektoren und anderen, die im Bereich Kinderbuch tätig sind.
Ab Montag, den 14. September, berichte ich dort eine Woche lang von meiner Arbeit als Kinderbuchillustratorin.

TAG 1

























Guten Morgen und herzlich willkommen im „Hühnerstall“!
So heißt mein Arbeitszimmer, der ehemalige Hühnerstall, in dem ich seit acht Jahren meine Ideen ausbrüte. Mit Blick in die Ferne über Bäume und Wiesen, wie ich mir das immer gewünscht habe. (Im Winter mit Gasöfchen schwer warm zu kriegen, aber jetzt haben wir Spätsommer und es ist noch angenehm warm.)
Ich bin Annette Swoboda, Illustratorin, und erzähle nun eine Woche lang von mir und meiner Arbeit.
Zur Zeit sitze ich an den Bildern zu einem Kinderbuch, das bestimmt viele noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen: „Hörbe mit dem großen Hut“ von Otfried Preußler.





















Otfried Preußler.... Seine Art zu erzählen ist einfach unübertroffen. Finde ich. Seine Geschichten hab ich irgendwie mit der Muttermilch aufgesogen. Besonders heiß geliebt: „Der kleine Wassermann“ und !„Krabat“ (schon bei der Erwähnung des Titels krieg ich Gänsehaut).
Otfried Preußler schreibt zwei drei Sätze und eine ganze Welt tut sich auf, die pure Magie ist das:
„ Es war einmal ein Hutzelmann, der hieß Hörbe mit dem großen Hut. Sein Hutzelmannshaus stand weit draußen im Siebengiebelwald, am Rand einer kleinen Lichtung. ...“
Hier das Cover vom Hörbe-Sammelband, für den ich vor eine paar Jahren schon mal ein neues Cover gemalt hatte: „Das große Hörbe Buch“. Die Innenbilder von Preußler selber waren damals übernommen worden. Jetzt sollen die beiden Bände nochmal einzeln erscheinen. Aber diesmal alles neu …. neues Cover und neue Innenillus – in Farbe. Und ich darfs machen :-)



















Bleistift weg und Block zugeklappt .... heute habe ich einen Teil der Innenillustrationen skizziert, schön altmodisch mit Bleistift auf Papier. Dabei versuche ich, die Figuren, die Otfried Preußler gezeichnet hat so umzusetzen, dass sie von mir sind und doch Preußlers Hutzelmänner bleiben. Später werden die Zeichnungen dann eingescannt, am Bildschirm weiter bearbeitet und in den Satzspiegel eingepasst. Und wenn alles soweit stimmt und auch Lektorat und Herrn Preußlers Tochter einverstanden sind, lege ich die Bilder mit Tempera farbig an.
Aber morgen werde ich erstmal am Cover weiterarbeiten...